Orpheus, die Zweite: Orfeo et Euridice von Christoph Willibald Gluck
Déjà-vu für die 5AM: Am 4. März 2026 gab es wieder Stadttheater. Nicht nur das, es hieß auch wieder: Orfeo! Diesmal jedoch vertont von Christoph Willibald Gluck (und nicht Offenbach) und diesmal Oper (nicht Operette). Toll, wenn man so einen Vergleich in so kurzer Zeit erleben darf! Eine kurze und auch kurzweilige Oper, von Gluck in seinem Reformvorhaben der italienischen Opera Seria auf das wesentliche des antiken Mythos reduziert, ohne große Schnörkel, bildstark in Szene gesetzt und großartig choreographiert.
Die Regie von Carolin Pienkos und Cornelius Obonya trifft den Geschmack des Publikums mit viel Farbe und Kontrast, die Klarheit der Musik und das klein besetzte KSO sowie die exzellent studierten Tänzer tragen das Ihre dazu bei, den Abend zu einem Erfolg werden zu lassen.
In dieser Version wird eine andere Liebe zwischen dem thrakischen Sänger und seiner Frau dargestellt als in der Auslegung Offenbachs – was für eine Bereicherung, beide Versionen gesehen zu haben!
Aus den Reflektionen der SchülerInnen:
„… die erste Szene hat einen in eine andere Welt gebracht, ein Spiel aus Licht, Musik und Tanz“
„… sie haben es geschafft, mit nur wenigen Elementen die Fantasie der Zuschauer zu erwecken und eine Atmosphäre zu schaffen.“
„Beeindruckend, wie zwei Genres eine Handlung völlig anders darstellen können!“
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