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Große Jubiläumsfeier im BRG-Viktring
'40 Jahre BRG-Viktring - 875 Jahre Stift Viktring'

Groß war der Andrang im Freskensaal des altehrwürdigen Stiftes, nachdem Direktorin Gabriele Fenkart zur Festveranstaltung "40 Jahre BRG-Viktring - 875 Jahre Stift Viktring" eingeladen hatte.
Direktorin Fenkart, die voller Stolz über ihre Schule als einen Ort der Bildung, Innovation und Kreativität sprach, konnte auch viele Ehrengäste begrüßen, so auch Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser, der, so wie Klagenfurts Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz, Grußworte an das Festpublikum richtete.

literatur [Foto "Ehrengäste" v.l.n.r.: LH Peter Kaiser, Direktorin Gabriele Fenkart, Gründungsdirektor Rudolf Scherzer, Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz, Altdirektor Helmut Findenig]

Die Literatin und Absolventin des BRG Viktring, Anna Baar, sprach in ihrer Rede von ihrem Wunsch, dass, trotz aller Neuerungen im Hinblick auf die Neue Reifeprüfung, ihre ehemalige Schule ein Ort bleiben soll, an dem das "ICH" auch weiterhin seinen Platz behält, und die Schülerin Lorena Perisutti, aus der Klasse 7 B, brachte sehr überzeugend ihren Text zum Thema "Barrierefreiheit im BRG-Viktring" vor.

Unter den vielen Ehrengästen befanden sich auch der Gründungsdirektor Rudolf Scherzer, sowie sein Nachfolger, Direktor Helmut Findenig, die Vizerektorin der Alpen-Adria-Universität, Doris Hattenberger, die Rektorin der Pädagogischen Hochschule, Marlies Krainz-Dürr, der Direktor des Landeskonservatoriums, Roland Streiner, Herwig Kircher von der Bundesimmobiliengesellschaft, von Seiten des Landesschulrates Landesschulinspektor Siegfried Torta, die Fachinspektoren Manuel Pichler und Anton Boschitz, weiters konnte Fenkart die Pfarrerin Lydia Burchhardt und Pfarrer Hans Koschat begrüßen.

Schon im 16. Jahrhundert leitete der Orden der Zisterzienser im Stift Viktring nachweislich eine Schule, obwohl die Lehre nicht zu den eigentlichen Aufgaben dieses Ordens zählte. Das Stift und seine malerische Umgebung war ab dem 19. Jahrhundert aber auch ein markanter Ort der Kunst und Kultur. Die äußerst kunstsinnigen Brüder Moro gründeten den sogenannten "Viktringer Kreis", ein Zusammenschluss von sehr bedeutenden Künstlern, wie z.B. Markus Pernhart, Ludwig Willroider, Karl Truppe - es war ein Malerkreis von europäischem Rang, und das ehemalige Zisterzienserstift wurde in jener Zeit zu einem "Schloss", mit Ateliers und Künstlerwohnungen.

Als im Jahre 1977 der Gründungsdirektor Rudolf Scherzer mit 10 Klassen und einem Team von 18 Lehrerinnen und Lehrern aus der Stadt Klagenfurt nach Viktring übersiedelte, galt dies als Schulversuch, als eine Möglichkeit der Begabtenförderung mit einer Schwerpunktsetzung in Musik und bildender Kunst. Dieser Schulversuch kam außerordentlich gut an und heute gibt es 41 Klassen mit beinahe 1000 Schülerinnen und Schülern und ca. 120 Lehrerinnen und Lehrern im BRG-Viktring.

Diese Schule, in der immer wieder vom "Viktringer Geist" die Rede ist, gilt als ein Ort der Offenheit, der Innovation und der Begegnung. Das Motto lautet "kreativ, kritisch und kompetent" und der unermüdliche Vorsatz " Barrieren zu überwinden", auch jene im Kopf, wurde nunmehr ebenso im Stiftsgebäude, im 875jährigem Bestandsjahr, endgültig umgesetzt: So wurden z.B. Lifte gebaut und Behindertenparkplätze vor dem Eingang errichtet. Im Rahmen eines Projektes der 7B- Klasse, unter der Leitung von Marion Brunner-Truger, wurden Texte aus einem schulinternen Schreibwettbewerb zusammengefasst, gestaltet und auf Klebefolie gedruckt. Damit wurden alle Glastüren beklebt, um diese auch für Sehbeeinträchtigte sichtbarer zu machen.

Wie sich die Schülerinnen und Schüler einer 5. Klasse des bildnerischen Schwerpunktes zukünftige bauliche Maßnahmen im Arkadenhof des Stiftes vorstellen könnten, zeigt ein Architekturprojekt unter der Leitung von Martha Krainer in Zusammenarbeit mit dem Architekten Reinhard Wetschko. "Neue Formen im alten Gebäude" veranschaulichen Wünsche und Vorstellungen aus der Sicht der Schülerinnen und Schüler. Anhand der ausgestellten Pläne, Fotografien und Modelle, im Maßstab 1:50, kann man die innovativen Ideen und kreativen Gedanken gut nachvollziehen.

Die Veranstaltung zu einem wahrlich akustischen Erlebnis machten allerdings die Schülerinnen und Schüler des Musikschwerpunktes und Musikgymnasiums des BRG-Viktrings. Zu hören waren u.a. das Oberstufenjazzensemble, unter der Leitung von Richard Peterl, das M-Jazz-Ensemble, unter der Leitung von Franz Steiner, sowie der Oberstufenchor Juventus Musica, unter der Leitung von Karin Krassnitzer. Mit einem breit gestreuten Repertoire, und einer speziellen Schwerpunktsetzung auf Musiktitel aus dem Jahre 1977, begeisterten sie die hochmotivierten Festgäste.

literatur
[Foto "Altdirektoren" v.l.n.r.:
Gründungsdirektor Rudolf Scherzer, Direktorin Gabriele Fenkart, Altdirektor Helmut Findenig]

 

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