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Letzter Auruf: Talentecamp 2011> Am Montag, dem 14. September versammelten sich die etwas über 70 Teilnehmer des diesjährigen Talentecamps gegen 8:30 Uhr an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt. Man plauderte untereinander ein wenig über die bevorstehenden Kurse, dann verstummte der Raum und lauschte der Begrüßungsrede durch Herrn Holub. In der kurzen Rede wurden wir über einige organisatorische Dinge aufgeklärt, sowie unseren Gruppen eingeteilt. Ich war
- zusammen mit acht anderen - Mitglied der Gruppe Mathematik. Nachdem
wir komplett waren, sammelten wir uns und verließen das Unterrichtszimmer,
auf dem Weg, zu dem Raum, in welchem wir in den nächsten Tagen
unseren Mathematik-"unterricht" erhalten würden. Es
war ein relativ kleiner Raum mit dem schicken Namen "E-0.51",
ein Raum, in dem 9 Computer standen und der somit perfekt für
uns geeignet war. Zurückblickend kann ich nur sagen, dass ich in der Woche den bisher spannendsten und anspruchvollsten Mathematikunterricht bisher erfahren habe. In dem von 9:00 bis 13:30 andauernden Unterricht, der nur von einer zehnminüteigen Pause unterbrochen wurde, hielten wir uns nie lange mit der Praxis bestimmter Sätze oder Beweise auf, das Verständnis davon wurde vorausgesetzt. Das Unterrichtstempo war enorm, etwas, was man im normalen Unterricht in der Schule niemals bewältigen könnte, einfach schon aus dem Grund, weil in der Klasse niemals alle den Stoff gleich schnell bewältigen könnten - was jedoch im Talentecamp kein Problem darstellte, nachdem ja nur besonders interessierte und begabte Schüler dabei waren. Selbst wenn der ein oder andere irgendwo "ausstieg", und den Stoff nicht mehr verstand, wie es z.B. mir beim Thema "Polynomcodierung" ging, eine aufgeopferte Mittagspause später war wieder alles klar, und der restliche Stoff stellte kein Problem mehr da. Langsam aber sicher neigte sich dann die Woche ihrem Ende zu, und wir trafen unsere Vorbereitungen für die Abschlusspräsentation mit dem schicken Titel "1+1=0 oder Medizin für kranke Worte". Zwei Leute wurden dazu bestimmt, die Präsentation vorzubereiten, einer davon war ich. Wir bekamen also die Aufgabe gestellt, unsere Woche vernünftig zusammenzufassen - in einem Zeitrahmen von drei bis sechs Minuten. Hier stellte sich mir schon das erste Problem, da meine Mitschrift auf 34 Seiten angewachsen war, und wir diese nur stark vereinfacht und gekürzt darstellen konnten. Es begann, sich ein Konzept zu entwickeln, wir schrieben unseren Text, bereiteten die Powerpoint-Präsentation vor und studierten unsere jeweiligen Präsentationsthemen vor. Nun war es Freitag, kurz vor Start der bis dahin noch ungeübten Präsentation - und wir versammelten uns wieder im Unterrichtsraum vom Montag. Wir waren als dritte an der Reihe, unsere Präsentation vorzutragen, und unsere Nervosität stieg ins unendliche. Schließlich waren wir dann an der Reihe, und meine Kollegin und ich betraten die Bühne. Nach einigen einleitenden Worten ihrerseits war ich an der Reihe, die Praxis und Theorie der Polynomcodierung zu erläutern, kein ganz einfaches Thema, weswegen wir es auch stark vereinfacht hatten, und im Endeffekt denke ich, dass es vom Publikum zumindest teilweise verstanden wurde. So endete
also diese mehr als interessante Woche, wobei ich nur sagen kann,
dass das Talentecamp ideal für alle Schüler ist, die sich
überdurchschnittlich für ihr Fach interessieren. Außerdem
ist es ein netter Einblick in das Leben an der Universität. Benjamin
Hackl, 6c
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