Rückblick:
Vier Jahre
'Unterricht mit integrierter Freiarbeit'
Das Konzept
Vier
Jahre lang wurde in der 4D-Klasse 'Unterricht mit integrierter Freiarbeit'
durchgeführt. Das heißt, die Schülerinnen und Schüler
arbeiteten 6 bzw. 7 Stunden pro Woche mit einem Arbeitsplan. Sie erhielten
für diese Unterrichtszeit Arbeitsaufträge, die sie individuell
in den so genannten Freiarbeitsstunden bearbeiteten.
Beteiligt waren die Fächer Deutsch (Witschel, 2 Std.), Biologie
(Zwander, bzw. in diesem Schuljahr Modre-Jahn, 1 Std.), Englisch (Gfrerer-Dreier,
2 Std.), Mathematik (Pfeiler, 1Std.) und Geografie (1 Std.).
Die Kinder konnten selbst wählen, welches Fach sie wann erledigen
wollten. Es gab Pflichtaufgaben, die von allen gemacht werden mussten.
Bei den freiwilligen Aufgaben entschieden die SchülerInnen selbst,
welche sie erledigen wollten.
Was
sind die beabsichtigten Ziele dieser Art von Unterricht?
- Die
Schülerinnen und Schüler haben vielfältige und unterschiedliche
Fähigkeiten. Diese Form des Unterrichts bietet die Möglichkeit
zu mehr Differenzierung und Individualisierung.
- Die Kinder übernehmen mehr Eigenverantwortung für den
eigenen Lernprozess.
- Aus der Selbsttätigkeit resultiert mehr Selbstständigkeit
der Schülerinnen und Schüler.
- Da die Kinder die Möglichkeit der Wahl haben, steigt ihre Selbstmotivation.
Die
Prinzipien
Die
drei Grundprinzipien von Helen Parkhurst waren für uns von großer
Bedeutung:
Erstens: Die Schüler hatten die Freiheit zu entscheiden, mit
welchem Fach sie beginnen und welches Fach sie in welcher Stunde erledigen
wollten. Sie konnten sich ihren Arbeitsplatz innerhalb des Klassenraumes
frei wählen.
Zweitens: Sie entschieden, wann sie mit wem zusammenarbeiten wollten,
außer der Plan verlangte, dass sie eine Aufgabe selbstständig
lösen sollten.
Drittens: Sie teilten sich ihre Zeit selbst ein und waren verantwortlich
dafür, dass sie sicher mit den 'Pflichtaufgaben' fertig wurden
und wie viele Zusatzaufgaben sie erledigten.
Ein
geglückter Versuch
Als
Klassenvorstand und Koordinatorin möchte ich allen danken, die
am Gelingen dieses ehrgeizigen Pilotprojekts beteiligt waren: der
Klasse, dem LehrerInnnen-Team, den Eltern, und nicht zuletzt Direktion,
Administration und Schulgemeinschaftsausschuss, die vor vier Jahren
ihre Zustimmung gaben.
Ich freue mich, dass das Projekt im Schuljahr 2008/09 eine Fortsetzung
findet: In einer neuen ersten Musikklasse beginnt das bestehende LehrerInnenteam
- nun verstärkt von Karin Krassnitzer in Musik - wieder mit 'Unterricht
mit integrierter Freiarbeit'.